Leider konnte ich bei der letzten LV nicht dabei sein, bin aber gerade dabei, das Versäumte aufzuholen...
Mit Mindmaps arbeite ich schon seit Jahren, allerdings mehr oder weniger intensiv: Ich benutze sie für mich persönlich - ich finde, zum Strukturieren von Gedankengängen sind sie einfach ideal, oder auch zum Brainstormen- in erster Linie setze ich sie aber im Unterricht ein: In der Hauptschule verwende(te) ich sie in den dritten und vierten Klassen zum Notieren von Merktexten; manche Schüler waren begeistert von der Methode, andere fanden sie "total blöd". Zumindest waren aber alle bereit, das Lernen mit den Maps zu versuchen. Ob die Schüler ihre Texte dann weiterhin in Mindmaps abfassten, stellte ich ihnen frei. Bei einigen entstanden optisch total ansprechende Maps, zum Teil sogar richtige Kunstwerke.
Übrigens funktionieren Mindmaps auch gut beim Vokabellernen!
Dienstag, 25. November 2008
Samstag, 22. November 2008
Lara lernt
Lara lernt oder: Ein paar Gedanken zum informellen Lernen
Unter „informelles Lernen“ versteht man „Lernen, das im Alltag, am Arbeitsplatz, im Familienkreis oder in der Freizeit stattfindet….“, so die Definition auf dem Blog zu unserer LV.
Zurzeit habe ich die Gelegenheit, dieses informelle Lernen tagtäglich zu beobachten, und zwar am Beispiel meiner Tochter Lara, die im März nächsten Jahres zwei Jahre alt wird. Im Moment passiert gerade das, was man „primäre Sozialisation“ nennt, und es ist spannend mitzuerleben, wie sie diesem Ziel, von dem sie keine Ahnung hat, dass sie es erreichen soll, jeden Tag ein wenig näher kommt.
Informelles Lernen „ist (in Bezug auf Lernziele, Lernzeit oder Lernförderung) nicht strukturiert und führt üblicherweise nicht zur Zertifizierung.“ Irgendwie habe ich aber doch den Eindruck, dass es in der Erziehung so etwas wie Lernziele gibt; allerdings sind diese wohl nur uns Erziehenden bewußt, nicht aber der oder dem Lernenden, wie beispielsweise Essen lernen, so dass der Großteil der Nahrung tatsächlich im Mund bzw. Magen der Kleinen landet und nicht in erster Linie Tisch, Kinderstuhl und Boden ziert; oder das „Sauberwerden“: Lara aufs Töpfchen sitzen, versuchen, sie irgendwie länger als 10 Sekunden zum Sitzen bleiben zu bringen… und dann sollte sie im Idealfall ja auch noch „produktiv“ sein… J
Der größte Teil des informellen Lernens basiert in Laras Falle derzeit auf aufmerksamer Beobachtung und Nachahmung. Was auch immer sie sieht, sie versucht, es – manchmal auch beträchtliche Zeit später – nachzuahmen, sei es, das Handy beim Telefonieren zwischen Ohr und Schulter einzuklemmen (witzig, wenn man sich plötzlich selbst wieder erkennt und sich irgendwie ertappt fühlt) oder eine neue Technik beim Rutschen auszuprobieren. Am effektivsten funktioniert das Nachahmen, wenn die Vorbilder unserer Tochter nicht Erwachsene, sondern Kinder sind.
Faszinierend ist auf jeden Fall, mit welcher Begeisterung und Intensität Lara lernt – bleibt nur zu hoffen, dass dies noch lange so der Fall sein wird.
Unter „informelles Lernen“ versteht man „Lernen, das im Alltag, am Arbeitsplatz, im Familienkreis oder in der Freizeit stattfindet….“, so die Definition auf dem Blog zu unserer LV.
Zurzeit habe ich die Gelegenheit, dieses informelle Lernen tagtäglich zu beobachten, und zwar am Beispiel meiner Tochter Lara, die im März nächsten Jahres zwei Jahre alt wird. Im Moment passiert gerade das, was man „primäre Sozialisation“ nennt, und es ist spannend mitzuerleben, wie sie diesem Ziel, von dem sie keine Ahnung hat, dass sie es erreichen soll, jeden Tag ein wenig näher kommt.
Informelles Lernen „ist (in Bezug auf Lernziele, Lernzeit oder Lernförderung) nicht strukturiert und führt üblicherweise nicht zur Zertifizierung.“ Irgendwie habe ich aber doch den Eindruck, dass es in der Erziehung so etwas wie Lernziele gibt; allerdings sind diese wohl nur uns Erziehenden bewußt, nicht aber der oder dem Lernenden, wie beispielsweise Essen lernen, so dass der Großteil der Nahrung tatsächlich im Mund bzw. Magen der Kleinen landet und nicht in erster Linie Tisch, Kinderstuhl und Boden ziert; oder das „Sauberwerden“: Lara aufs Töpfchen sitzen, versuchen, sie irgendwie länger als 10 Sekunden zum Sitzen bleiben zu bringen… und dann sollte sie im Idealfall ja auch noch „produktiv“ sein… J
Der größte Teil des informellen Lernens basiert in Laras Falle derzeit auf aufmerksamer Beobachtung und Nachahmung. Was auch immer sie sieht, sie versucht, es – manchmal auch beträchtliche Zeit später – nachzuahmen, sei es, das Handy beim Telefonieren zwischen Ohr und Schulter einzuklemmen (witzig, wenn man sich plötzlich selbst wieder erkennt und sich irgendwie ertappt fühlt) oder eine neue Technik beim Rutschen auszuprobieren. Am effektivsten funktioniert das Nachahmen, wenn die Vorbilder unserer Tochter nicht Erwachsene, sondern Kinder sind.
Faszinierend ist auf jeden Fall, mit welcher Begeisterung und Intensität Lara lernt – bleibt nur zu hoffen, dass dies noch lange so der Fall sein wird.
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